Prinzipien einer harmonischen Mensch – Hund – Beziehung

Gutes ist immer simpel und verständlich!

Wir werden oft gefragt, warum ein Hund nach einer Ursachenanalyse über Wochen hinweg sein altes Verhalten ablegen kann und plötzlich die Fehler wieder zunehmen.

Die Ursachenanalyse ist eine Diagnose

Die Ursachenanalyse zeigt die Motive einer Verhaltensänderung auf und steht für Problemlösung. Der ausgelöste Prozess soll genau nach Fahrplan eingehalten werden. Abweichungen, Fehler und kleinere Rückschläge sind Motivatoren die uns Menschen weiterbringen. Ohne Fehler, kein Wachstum – ich komme nicht weiter. Das heisst, jeder Fehler verdient ein Lächeln und ein Nachdenken!

Wer lange an einem Problem zu beissen hat, der ist oft zu schnell zufrieden

Das Prozesstempo gibt uns der Hund vor. Warum es oft zu längeren „downs“ kommt liegt nicht selten am Nachlassen der Selbstdisziplin und Konsequenz. Das Resultat; die konsequente Inkonsequenz nimmt Überhand. Hundehalter neigen vielfach dazu, wenn ihr Hund eine Woche lang schön neben ihnen geht, sich damit zufrieden zu geben, und lassen in der konsequenten Führung nach. Sie vergessen dabei, dass ein erlerntes Verhalten erst nach drei Wochen, genau ausgedrückt, nach 27 Tagen konfliktfrei verankert ist. Also werden häufig, bevor ein Verhalten verankert ist, weitere erfolgsverhindernde Neuprogrammierungen angelernt, die der Hund nicht verstehen kann – nicht zuletzt deshalb, weil Hunde in ihrem trieblich gesteuerten Verhalten keine Fehler sehen. 

Demzufolge sollten sich jeder Hundehalter Gedanken machen, wie sie den Erfolg steuern können. Das ist nicht immer einfach, denn Menschen leben nun einmal in einer konditionierten Welt. Niemand ist wirklich frei. Gut und böse sind Bewertungen, die nicht sehr hilfreich sind. Wenn es um Erfolg geht, sollten sie durch „hilfreich“ und „schädlich“ bzw. „erfolgsunterstützend“ und „erfolgsverhindernd“ ersetzt werden.

Was veranlasst einen Hundehalter, der mitten in einem Veränderungsprozess steht, sich ungeachtet aller Einflüsse erfolgsunterstützend oder, von äußeren oder inneren Faktoren beeinflusst, erfolgsverhindernd zu verhalten? Was veranlasst einen starken Hund, der an ein kleines Stück Leine gefesselt ist, nicht wegzulaufen, obwohl es für ihn dank seiner Kraft ein Leichtes wäre? Die Fesselung von außen hat das Ziel einer Bewegungseinschränkung, will etwas verhindern, Kontrolle haben etc. Dabei sollte es umgekehrt sein: Die Leine fesselt nicht, sondern vermittelt Sicherheit. Warum fesseln sich Menschen mittels innerer erfolgsverhindernder Gedanken und Vorstellungen selbst? Vermutlich sind Menschen zu sehr nach außen orientiert, um in Veränderungen eine höhere Lebensqualität zu sehen. Menschen wollen schützen, kontrollieren und festhalten – Frust ist das Ergebnis. Ihre Gleichgültigkeit gegenüber den Herausforderungen mit ihrem Hund ist wie eine stille Resignation gegenüber „Umständen“, „Gegebenheiten“ und „Bedingungen“. Hundehalter folgen deshalb auch oftmals blind den „Leckerlifraktionen“, weil es alle tun – anstatt sich darüber Gedanken zu machen, wie sie sich durch Mobilisierung ihrer inneren Qualitäten von der Masse abheben können. Das verdeutlicht: Wer das tut, was alle tun, kommt dahin, wo alle hinkommen. Das ist auch der Grund, warum fast alle Hunde die gleichen Fehler machen. Raufen, unerwünschtes Jagen von Katzen und anderen Beutetieren sowie das nicht zuverlässige Zurückkommen dokumentieren die größten Versäumnisse in der Hundeerziehung.

Diese drei Themen sind deshalb auch die häufigsten Problembereiche, wegen derer Hundehalter Hans Schlegel und sein Team aufsuchen. Teilweise haben sie bereits jahrelang mit ihrem Hund in Hundeschulen trainiert. Rund 84 Prozent der Halter, die 2009 auf den Wolfsprung kamen, schafften es, innerhalb von nur fünf Sitzungen ihren Veränderungsprozess erfolgsunterstützend zu verankern; lediglich 16 Prozent hatten Rückschläge und benötigten intensivere Begleitung.

Zielformulierung und Zielklarheit schaffen die Zielstrategie

Für jeden Hundehalter gilt: Wenn Fehler passieren, geschieht nichts Schlimmes, sofern sie genau eruiert, die Ressourcen verbessert und ergänzt werden und der Halter ein klares Ziel vor Augen hat und behält. Jede Veränderung dient einem Ziel. Letztendlich ist das, was verändert werden soll, immer zielabhängig. Deshalb ist eine Zielbestimmung unabänderlicher Bestandteil einer jeden positiven Veränderung.

Leider wissen viele Menschen nicht genau, was sie wirklich wollen. Sie wissen nur, was sie nicht möchten. Tatsächlich kann es für jemanden, der nicht weiß, was er will, eine Hilfe sein, zuerst einmal herauszufinden, was er nicht will. Doch da das menschliche Unterbewusstsein kein „Nein“ versteht, wird bei „negativen Zielen“ genau das angezogen, was nicht gewollt ist. Dafür ein Beispiel:
Wenn ein Hundehalter bei einer Hundebegegnung einmal nicht an den Erzfeind seines Hundes denkt, dann sieht er … den Erzfeind seines Hundes natürlich!
Negative Ziele, also der Ausdruck dessen, was nicht gewollt ist, sind eine normale Reaktion auf schmerzhafte Erfahrungen in der Vergangenheit. Denkmuster wie „Ich will nie mehr einen Raufer“.

Mehr Licht in der Hand ist besser als aller Donner im Maul

„Ich will nie wieder von anderen Hundehaltern gedemütigt werden“ funktionieren ebenso wenig, wie sich eine „schmerzfreie Beziehung“ oder „ewigen Reichtum“ zu wünschen, da das menschliche Unterbewusstsein positive Zielsetzungen und klare Bilder braucht. Jeder Mensch, der etwas verändern will, muss deshalb seinem Unterbewusstsein klar sagen, was er will – und nicht, was er nicht will.
So ist es unabdingbar, den entscheidenden Zielfokus, der auch für die notwendige Zugkraft sorgt, zu formulieren. Oftmals braucht es etwas Zeit, ehe die richtige Formulierung gefunden wird. Das richtige Wort, der richtige Ausdruck muss so exakt getroffen werden, wie ein guter Akupunkteur seine Nadel setzt. Es ist ein großer Unterschied, ob die Herausforderung mit dem Hund seinem Halter „Erhebung“, „Anerkennung“ oder „Wertschätzung“ bringen oder die persönlich getroffene Entscheidung „aufbauend“, „aufregend“ oder „motivierend“ sein soll. Der Ausdruck eines positiven Ziels erfordert Kreativität. Das Ziel muss der innersten Absicht entsprechen. Nur dann, wenn dem Unterbewusstsein ganz genau gesagt wird, welche Ziele erreicht werden sollen, kann es die richtigen Hilfsmittel, Synchronisationen und Ereignisse ansteuern.
Eine exakte Zielformulierung sollte nach dem folgenden „Sieben-Punkte- Plan“ aufgebaut sein:

  • Ein Ziel wählen das wirklich gewollt ist, sinnvoll und realistisch ist, im Rahmen der eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten auch erreicht werden kann.
  • Das gewählte Ziel formulieren, konkret mit Zahlen und Daten (Zeitangaben).
  • Die Ökologie des gewählten und formulierten Ziels hinterfragen, was kommt hinzu, was wird unter Umständen verloren, wird es wirklich gewollt?
  • Das gewählte, formulierte und hinterfragte Ziel visualisieren, ein innerliches Zielfoto machen, sich im Ziel sehen, unter Beteiligung aller Sinne (hören, riechen, sehen, schmecken, fühlen).
  • Einen Aktionsplan erstellen, Schritt für Schritt die Zwischenziele erreichen, pflegen und sich darüber erfreuen, fest an die Zielerreichung arbeiten und an sie glauben.
  • Einmal täglich wiederholen und visualisieren des gewählten und formulierten Ziels.
  • ZIEL ERREICHT!

Gerne helfen wir Dir, Deinen eigenen Fahrplan zu erstellen!

 

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